Fortbildungen

Es werden regelmäßig Schulungen und/oder Workshops für Mitarbeiterinnen verschiedener Dienste und Behörden zum Thema Gewalt an Frauen angeboten um zu einer Professionalisierung von Institutionen und verschiedenen Einrichtungen beizutragen. Durch Bildungsarbeit wird versucht das Tabu der Gewalt an Frauen und Kindern aufzubrechen, Multiplikatorinnen zu gewinnen und schlussendlich adäquate Interventionsmaßnahmen und Strategien zu entwickeln.

Inhaltliche Schwerpunkte der Fortbildungen sind die Vermittlung von Informationen rund um das Phänomen der geschlechtsspezifischen Gewalt, Informationen zu Dynamiken in Gewaltbeziehungen, die Auswirkungen von Gewalt auf Frauen und Kinder, Auswege aus der Gewalt und Handlungsstrategien, rechtliche Informationen, gemeinsames Erarbeiten von Kooperationsformen.

Angesprochen werden hauptsächlich Berufsgruppen im psychosozialen und medizinischen Bereich.

Zielgruppen:

Personal im Sanitätswesen

Bereits seit mehreren Jahren werden Schulungen für das Personal im Sanitätswesen in Zusammenarbeit mit dem Komitee für Chancengleichheit und der Aufwertung der Gender-Differenzen des Sanitätsbetriebes der Autonomen Provinz Bozen angeboten. Ziel der Schulung ist es, die Konsequenzen von Gewalt auf die Gesundheit von Frauen aufzuzeigen und die wichtige Rolle des Sanitätspersonals im Hilfeprozess für gewaltbetroffene Frauen zu vermitteln. Das Erkennen und Benennen von Gewalt, das Ausfindig machen der Ursache für das psychophysische Unbehagen der betroffenen Frauen sowie das Anbieten von Unterstützung und Lösungsmöglichkeiten sollen erlernt werden.

BasisärztInnen

Sie sind Vertrauenspersonen, welche oft in sehr engem Kontakt mit den Patientinnen stehen. Das Fehlen von spezifischen Kenntnissen über die Thematik der Gewalt an Frauen und die geringe Information über die Existenz von Frauenhausdiensten im Territorium haben eine Fehlversorgung von Frauen in Gewaltsituation zur Folge.

KulturmediatorInnen

Für ausländische Frauen ist es wichtig von ihren oft traumatisierenden Gewalterfahrungen in der eigenen Sprache sprechen zu können. Eine genaue Übersetzung und die Vermittlung der richtigen Informationen sind für die Gespräche mit gewaltbetroffenen Frauen und für ihre Unterstützung ausschlaggebend. Das Fortbildungskonzept für KulturmediatorInnen zielt dahin ab über die Thematik der Gewalt an Frauen aufzuklären, zu informieren und Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen.

StudentInnen von Universitäten, Fachhochschulen oder Oberschulen

Je nach Anfrage werden angeboten:

Praktika: Es werden Begleitungen von Studentinnen angeboten, welche im Laufe ihres Studiums ein Praktikum absolvieren müssen. Begleitet werden Studentinnen der Universitäten, mit welchen bereits Konventionen bestehen wie mit der Freien Universität Bozen oder der Universität Trient, aber auch von anderen italienischen oder österreichischen Universitäten.